Meningeom

Meningeome entwickeln sich aus den Zellen der Hirnhäute. Sie machen ca. 20-25% der intrakraniellen, primären Tumore aus, kommen jedoch auch im Spinalkanal (Rückenmarkskanal) oder intraorbital (Augenhöhlee) vor.

Definition und Histologie:

Auszugsweise Informationen von hirntumorhilfe.de (Deutsche Hirntumorhilfe):

  • ca. 85% sind langsam wachsende gutartige Meningeome (WHO Grad I)
  • ca. 89-10% sind zu Rezidiven neigende atypische Meningeome (WHO Grad II)
  • ca. 2-5% zählen zu den schnell wachsende anaplastische Meningeome (WHO Grad III)
  • Lokalisation: mittelliniennah an Falx, Konvexität und Keilbeinflügel

Symptome:

Auszugsweise Informationen von hirntumorhilfe.de (Deutsche Hirntumorhilfe):

  • abhängig von der Lokalisation und damit zusammenhängenden Kompressionen
  • Hirndruckzeichen (z.B. Kopfschmerzen)
  • neurologische Ausfälle, Sehstörungen, Gangunsicherheit
  • Epilepsien
  • häufig spüren Patienten aber auch keine Sympthome

Auszugsweise Informationen von schattauer.de (Schattauer GmbH, Verlag für Medizin und Naturwissenschaften):

  • Meningeome im Bereich der Hemisphären der Großhirnrinde zeigen oft spät Sympthome.
  • Spezifische Sympthome für ein Meningeom gibt es dabei nicht.
  • Am häufigsten sind Kopfschmerzen, epileptische Anfälle (Epilepsien), Einschränkungen des Sehfeldes oder Sprachstörungen (Dysphasie) anzuführen.
  • Manchmal fallen die Betroffenen auch durch eine Änderung der Persönlichkeit auf.

Therapie:

Auszugsweise Informationen von de.wikipedia.org:

  • neurochirurgische Entfernung des Tumor ist die Therapie der Wahl
  • eine Option kann bei gefäßreichen Tumoren die präoperative Emobilsation sein
  • Strahlentherapie oder Radiochirurgie (Gamma Knife oder Cyberknife)
  • besonders bei großen Meningeomen mit komplexer Form und Nahebeziehung zu strahlensernsiblen Organen – wie z.B. Sehnerv oder Hyophyse – empfiehlt sich die schonende fraktionierte sterektaktische Bestrahlung

Strahlentherapie:

Auszugsweise Informationen aus dem Österreichischen Akromegalie Register unter akromegalie-register.at:

  • Konventionelle fraktionierte Strahlentherapie: Als Strahlenquelle dient ein Linearbeschleuniger, die energiereiche Strahlung (Photonenstrahlung) wird nicht auf einmal gegeben sondern jeweils auf fünf Tagen in der Woche als kleine Teildosis fraktioniert appliziert. Kommtz bei großvolumigen bzw. großflächigen Tumoren zum Einsatz.
  • Radiochirurgie: Kann mit LINAC oder einem Gamma Knife durchgeführt werden, im Unterschied zum Linearbeschleuniger enthält das Gamma Knife eine natürliche Strahlenquelle (Cobalt-60). Die Einzeitbestrahlung wird extrem gebündelt (fokussiert) und trifft aus einer Vielzahl von Richtungen mit höchster Präzision den vorgegebenen Punkt. Geeignet für kleinere Tumore (max. Durchmesser 3,5-4,0 cm), die sich gut abgrenzen lassen.
  • Stereotaktisch fraktionierte Bestrahlung: Behandlung erfolgt ähnlich wie bei konventioneller Strahlentherapie mit LINAC in fraktionierter Form. Häufig angewendert bei Tumoren, die in Richtung Sehnerv oder Sehnervenkreuzung gewachsen sind und bei denen man sich durch die stereotaktische Planung eine geringere Strahlenbelastung für diese Strukturen erhofft.

Verlauf/Prognose:

Auszugsweise Informationen von hirntumorhilfe.de (Deutsche Hirntumorhilfe):

  • langsames, verdrängendes Wachstum mit Dura mater-Ausläufern
  • bei gutartigen Meningeom entspricht eine vollständige OP meist einer Heilung.
  • Rezidivhäufigkeit beim WHO Grad I: 7-20%
  • Rezidivhäufigkeit beim WHO Grad II: 30-40%
  • Rezidivhäufigkeit beim WHO Grad III: 50-80%

Letzte Aktualisierung: 10. November 2015